My Blog https://www.thomassankara.net/?lang=de My WordPress Blog Tue, 24 Jun 2025 16:25:29 +0000 de hourly 1 145130549 Das Global Partnership Network benennt seine Promotionsstipendien nach Thomas Sankara https://www.thomassankara.net/das-global-partnership-network-benennt-seine-promotionsstipendien-nach-thomas-sankara/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-global-partnership-network-benennt-seine-promotionsstipendien-nach-thomas-sankara https://www.thomassankara.net/das-global-partnership-network-benennt-seine-promotionsstipendien-nach-thomas-sankara/?lang=de#respond Tue, 24 Jun 2025 14:35:17 +0000 https://www.thomassankara.net/?p=249135 Neuigkeiten: Aktuell läuft eine neue Ausschreibungsrunde für Thomas Sankara Promotionsstipendien (Deadline 30. Juni 2025). Mehr Infos hier: https://www.uni-kassel.de/forschung/global-partnership-network/resources-funding/thomas-sankara-phd-scholarships.html   Das ‘Global Partnership Network’ (GPN) ist ein Netzwerk von Universitäten und von Organisationen der Zivilgesellschaft in 12 Ländern, darunter auch Burkina Faso und Deutschland. Das Netzwerk wirft einen kritischen Blick auf internationale Partnerschaften und deren (neo)kolonialen […]

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Neuigkeiten: Aktuell läuft eine neue Ausschreibungsrunde für Thomas Sankara Promotionsstipendien (Deadline 30. Juni 2025). Mehr Infos hier: https://www.uni-kassel.de/forschung/global-partnership-network/resources-funding/thomas-sankara-phd-scholarships.html


 

Das ‘Global Partnership Network’ (GPN) ist ein Netzwerk von Universitäten und von Organisationen der Zivilgesellschaft in 12 Ländern, darunter auch Burkina Faso und Deutschland. Das Netzwerk wirft einen kritischen Blick auf internationale Partnerschaften und deren (neo)kolonialen Ballast. Durch Theorie und Praxis setzt sich das GPN für den Wiederaufbau des Konzepts in Richtung einer Partnerschaft ein, die auf gegenseitiger Anerkennung und Solidarität beruht und so dem multipolaren und postkolonialen 21. Jahrhundert gerecht wird.

In diesem Sinne hat das GPN beschlossen, seine Promotionsstipendien nach Thomas Sankara zu benennen, einer außergewöhnlichen Persönlichkeit des Globalen Südens, deren Ideen und Praktiken des Widerstands gegen den Neokolonialismus und der Förderung unabhängiger Wege für Länder des Südens als Inspirationsquelle für die Arbeit der Doktorand*innenenschule des GPN dienen. Das GPN vergibt ca. 18 Stipendien ausschließlich an Doktorand*innen aus dem globalen Süden, darunter 16 angesiedelt an Unis im Süden, um insbesondere die Wissensproduktion in der Hochschulbildung des Südens zu fördern.

Forschungsthemen der Thomas-Sankara-Doktorand*innen sind beispielsweise:

– Die wirtschaftlichen Herausforderungen des politischen Krisenzyklus nach 1986 in Haiti: Neokoloniale wirtschaftliche Entwicklungsprogramme und Machtkämpfe (Képler Aurélien, Université de l’Etat d’Haiti).

– Ideologie im Dienste der Ernährungssicherheit? Der Wettstreit zwischen gentechnisch veränderten (GV) Kulturen und ökologischer Landwirtschaft als Wege zur Ernährungssicherheit in Uganda (Victoria Kiboneka, Makerere University, Uganda

– Territoriale Regierungsführung und Gender: Herausforderungen und Perspektiven in Burkina Faso und Togo (Oladjigbo Katchoni Georges Koba, Universität Kara, Togo).

Das GPN wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), durch das Programm ‘Higher Education Excellence in Development Cooperation’ (exceed) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) finanziert.

Derzeit sind die Bewerbungsphasen für Thomas-Sankara-Promotionsstipendien abgeschlossen. Sollte das Projekt jedoch verlängert werden, würde es im Jahr 2025 einen Aufruf zur Bewerbung für neue Thomas-Sankara-Promotionsstipendien geben.

Folgen Sie diesem Link, um die Presseerklärung zur Benennung der Stipendien nach Thomas Sankara zu lesen : https://www.uni-kassel.de/forschung/files/Global_Partnership_Network/Downloads/Press_release_Sankara_scholarships.pdf

Fiona Faye, ehemalige Koordinatorin des GPN-Graduiertenkollegs, assoziierte Doktorandin am GPN mit dem Forschungsthema: ‘Von Thomas Sankara lernen: Die Politik der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln als Widerstand gegen das neoliberale Handelsregime heute und damals’.

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Thomas Sankara im Podcast „Geschichte der kommenden Welten“ https://www.thomassankara.net/thomas-sankara-im-podcast-geschichte-der-kommenden-welten/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=thomas-sankara-im-podcast-geschichte-der-kommenden-welten https://www.thomassankara.net/thomas-sankara-im-podcast-geschichte-der-kommenden-welten/?lang=de#respond Fri, 23 Aug 2024 21:08:39 +0000 https://www.thomassankara.net/?p=249550 Anmerkung: Ich hatte diese Renzension auch auf der Seite des Podcasts gepostet. Daraufhin wurde ich von den Podcastmacher*innen eingeladen, noch nachträglich die zwei “Korrekturen”, die ich in der Renzension vorgenommen habe, per audio einzuspielen und sie würden sie dann noch einfügen. Seit dem 07.02.2025 sind meine Audiobeiträge nun Teil der Podcastfolge (17:37min bis 24:00min). Nun […]

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Anmerkung: Ich hatte diese Renzension auch auf der Seite des Podcasts gepostet. Daraufhin wurde ich von den Podcastmacher*innen eingeladen, noch nachträglich die zwei “Korrekturen”, die ich in der Renzension vorgenommen habe, per audio einzuspielen und sie würden sie dann noch einfügen. Seit dem 07.02.2025 sind meine Audiobeiträge nun Teil der Podcastfolge (17:37min bis 24:00min). Nun zur urspünglichen Rezension.

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Kürzlich neu erschienen ist eine deutschsprachige Podcastfolge des Podcast „Geschichte der kommenden Welten“ zu Thomas Sankara: https://www.podcast.de/episode/631802989/gkw16-thomas-sankara-panafrikanischer-revolutionaer-und-oeko-sozialist.  Der Podcast ist mit verschiedenen Sprecher*innen und diversen Medien abwechslungsreich gestaltet, macht Spaß zu hören und ist bis auch wenige Details für einen Podcast sehr gut recherchiert.

Die Podcastfolge eignet sich sowohl als Einführung, um sich neu mit Thomas Sankara oder gar Burkina Faso zu beschäftigen – er ist durch seine Querverweise und historische Einordnungen jedoch auch interessant für Sankara-Kenner*innen. Bei den Querverweisen geht es u.a. um das in Deutschland vermittelte Afrikabild, den „Entwicklungs“begriff sowie um die Frage, was die Dürre zu Zeiten Sankaras und die damit in Zusammenhang stehende Desertifikation (Verwüstung) mit der damaligen Kohleverbrennung in Europa und Nordamerika zu tun hat: Sulfatemissionen hatten den Nordatlantik abgekühlt, wodurch der afrikanische Monsunregenzyklus weniger weit als „normal“ im Norden als Niederschlag fiel und Burkina Faso in den Jahren 1983/84 eben nicht oder kaum erreichte.

Klassischerweise werden die zahlreichen Errungenschaften Sankaras näher erläutert, teilweise mithilfe von Interviewauszügen des in Deutschland lebenden burkinischen Musikers Ezé oder mithilfe von Ausschnitten aus dem englischsprachigen Dokumentarfilm „The Upright Man“, einschließlich von Reden Sankaras.

Hierbei haben sich jedoch zwei kleine Fehler eingeschlichen, die auch häufiger in anderen Medien zu finden sind: Weder Polygamie noch weibliche Genitalverstümmelung wurden unter Sankara faktisch verboten, wie ich auch in meiner Masterarbeit (S. 44f, S. 53) ausführe, hier eine Zusammenfassung dessen:

Als die CDR-Frauen des Dienstleistungssektors vorschlugen Polygamie zu verbieten, rief Sankara Frauenvertreterinnen der von seiner Regierung initiierten UFB (Union des Femmes Burkinabè) aus allen Provinzen zusammenrufen, um zu dem Thema abzustimmen. Die Frauen aus den verschiedenen Provinzen stimmten für die Beibehaltung der Polygamie und erklärten, dass sie die anderen Frauen im Haushalt bräuchten, um sich die Aufgabe der Kinderbetreuung zu teilen, damit sie sich anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten widmen können. Infolgedessen wurde ein Kompromiss beschlossen, der die Polygamie als Option beibehält, aber die Monogamie empfiehlt (Zeitzeuginnenbericht von Damata Ganou auf droitlibre.tv).

Auch bei der weiblichen Genitalverstümmelung war die Regierung Sankaras vom Widerstand der Frauen vor allem in ländlichen Gebieten überrascht (Diallo 2015, S. 311). Daraufhin ließ sich die Regierung auf Kompromisse ein und hoffte auf eine langfristige Lösung durch Aufklärung und Information (ebd.). Wie Moustapha Diallo richtig feststellt, beweist dies den Respekt, den Sankara und seine Regierung gegenüber dem Willen des Volkes hatten, das sie zu überzeugen versuchten, anstatt es zu zwingen.

Diese beiden Beispiele passen zudem sehr gut zu einer Ergänzung, die ich gerne vornehmen würde: Ganz zum Schluss des Podcast bleibt nämlich die dort unbeantwortete Frage, ob Sankara auch eine Demokratisierung der Gesellschaft gefördert hätte. Hier würde ich gerne erneut auf meine Masterarbeit (S. 34-55) verweisen, die diese Frage in ihrer Radikalität und ihen gleichzeitigen Ambivalenzen ausführlich darzulegen versucht. Zusätzlich zur bereits genannten Vereinigung burkinischer Frauen in allen Provinzen und Sektoren, schuf die Regierung Sankaras ähnliche Strukturen auf bäuerlicher Ebene, sowie mit den Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDRs) allgemein zugängliche Mitbestimmungsstrukturen, wo sich selbst in Burkina Faso lebende Ausländer*innen beteiligen konnten (S. 60). Zusammenfassend lässt sich sagen:

Die CDRs schufen eine institutionelle Struktur zur Unterstützung bestehender Basisinitiativen, förderten die Selbstorganisation und ermöglichten es der Bevölkerung, aktiv an der Politik teilzunehmen, lokale Probleme zu definieren und Lösungsvorschläge zu machen. Auf der Basisebene der CDRs, einschließlich Unternehmens-, Dorf- und Bezirks-CDRs, wurden Vertreter gewählt und Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip getroffen. Nationale Entwicklungspläne wurden dezentral und partizipativ erstellt. Die Möglichkeiten der politischen Teilhabe für die Bevölkerung und somit das Maß der Demokratisierung in Burkina Faso während der Revolution waren somit höher als in den meisten repräsentativen Demokratien, obwohl die Führung nicht demokratisch legitimiert war und Tendenzen zur Unterdrückung von Dissidenten bestanden. Nicht zuletzt spielte politische Bildung eine wichtige Rolle bei der Dekolonisierung und Depatriarchalisierung der Gesellschaft.

Gegen Ende hin, gibt der Podcast noch einen kurzen biographischen Überblick und fasst den aktuellen Stand der letzten Jahre bezüglich der Aufklärung der Ermordung Sankaras zusammen. Die 1 Stunde, 19 Minuten lohnen sich allemal, um Neues dazuzulernen bzw. das Gedächtnis aufzufrischen und die am Podcast beteiligten Personen sind auch einfach sehr sympathisch, sodass ich persönlich Lust bekomme habe, mir auch andere Folgen anzuhören.

 

Fiona Faye ist seit diesem Jahr Freiwillige für das Online-Archiv thomassankara.net. Sie ist Doktorandin an der Uni Kassel und forscht zu: ‘Von Thomas Sankara lernen: Die Politik der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln als Widerstand gegen das neoliberale Handelsregime heute und damals’.

 

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Nach Blaise Compaoré ist nun François an der Reihe, von den französischen Behörden der Justiz seines Landes entzogen zu werden. https://www.thomassankara.net/apres-blaise-compaore-cest-tour-de-francois-detre-soustrait-a-justice-de-pays-autorites-francaises/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=apres-blaise-compaore-cest-tour-de-francois-detre-soustrait-a-justice-de-pays-autorites-francaises https://www.thomassankara.net/apres-blaise-compaore-cest-tour-de-francois-detre-soustrait-a-justice-de-pays-autorites-francaises/?lang=de#respond Tue, 09 Jan 2024 14:05:18 +0000 https://www.thomassankara.net/apres-blaise-compaore-cest-tour-de-francois-detre-soustrait-a-justice-de-pays-autorites-francaises/ PRESSEMITTEILUNG Die Nachricht wurde am 21. Dezember 2023 veröffentlicht. Elisabeth Borne, Premierministerin der französischen Regierung, hob das Auslieferungsdekret auf, das von ihrem Vorgänger Edouard Philippe im März 2020 unterzeichnet und am 30. Juli 2021 vom Staatsrat bestätigt worden war. Kurz darauf wurde die richterliche Kontrolle aufgehoben, wodurch François Compaoré wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. […]

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PRESSEMITTEILUNG

Die Nachricht wurde am 21. Dezember 2023 veröffentlicht. Elisabeth Borne, Premierministerin der französischen Regierung, hob das Auslieferungsdekret auf, das von ihrem Vorgänger Edouard Philippe im März 2020 unterzeichnet und am 30. Juli 2021 vom Staatsrat bestätigt worden war. Kurz darauf wurde die richterliche Kontrolle aufgehoben, wodurch François Compaoré wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Nach der Validierung im Juli 2021 hatten die Anwälte von François Compaoré den EGMR (Europäischer Rat für Menschenrechte) angerufen. In seinem Urteil vom 7. September 2023 hieß es: “Der Gerichtshof kommt zu dem Schluss, dass ein Verstoß gegen Artikel 3 der Konvention[i] in seinem verfahrensrechtlichen Teil vorliegen würde, wenn das Auslieferungsdekret ohne vorherige Überprüfung der Gültigkeit und Zuverlässigkeit der von Burkina Faso abgegebenen diplomatischen Zusicherungen vollstreckt würde”. Wir unterstreichen den zweiten Teil dieses Satzes, der von den meisten Medien in Frankreich nie zitiert wird und der dennoch eine Bedingung stellt, bevor eine Verletzung von Artikel 3 festgestellt wird. In derselben Pressemitteilung forderte der Gerichtshof Frankreich auf, den Fall erneut zu prüfen, und fügte hinzu, dass die derzeitige burkinische Regierung nicht auf die am 19. Oktober 2022 vom EGMR an sie gerichteten Bemerkungen geantwortet habe. Eine grobe Fahrlässigkeit, gegen die sich das CNPNZ (Centre national de presse Norbert Zongo) in einer Erklärung aussprach, während die burkinische Regierung sich in einer Pressemitteilung damit verteidigte, dass sie keine Anfrage von der französischen Regierung erhalten habe.

In Wirklichkeit ist die Entscheidung Frankreichs eher auf die Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen als auf die Verschlechterung der Behandlung der Häftlinge zurückzuführen. Seit dieser Mitteilung hat kein Austausch zwischen der französischen Regierung und der burkinischen Regierung stattgefunden. Beispielsweise wird Gilbert Diendéré, der wegen eines Putschversuchs im Jahr 2015 und der Ermordung von Thomas Sankara verurteilt wurde, unter guten Bedingungen inhaftiert, was jeder Burkina-Kenner leicht feststellen kann. Unseren Informationen zufolge erhält er sogar manchmal Freigang.

Nachdem sie Blaise Compaoré der Justiz von Burkina Faso entzogen haben, beschließen die französischen Behörden, auch François Compaoré der Justiz seines Landes zu entziehen. Ein Land, das sich selbst als demokratisch bezeichnet, kann nicht zulassen, dass ein mutmaßlicher Täter, der einen Journalisten bei der Ausübung seines Berufs “zum Mord anstiftet”, auf diese Weise entkommt.

Das internationale Netzwerk “Gerechtigkeit für Thomas Sankara, Gerechtigkeit für Afrika” protestiert scharf gegen diese Entscheidung und ruft die Welt der Presse und die demokratischen Kräfte in Frankreich auf, es ihm gleich zu tun.

Unterzeichnet am 8. Januar 2024 in Niamey, Lorient, Paris, Ottawa, Toulouse, Bamako, Banfora, Bobo Dioulasso, Ouagadougou, Barcelona, Turin, Las Palmas, Dakar, Grenoble, Sabadell.

Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Thomas Sankara, Gerechtigkeit für Afrika

Kontakt: contactjusticepoursankara@gmail.com

[i] Dieser Artikel besagt, dass es keine Auslieferung geben darf, wenn der Angeklagte misshandelt, gefoltert oder zum Tode verurteilt werden könnte.

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Affaire Sankara, Auf Nachfrage eines Abgeordneten nach der Herausgabe der Akten antwortet die französische Regierung mit einer Staatslüge https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-interpelle-depute-a-propos-de-livraison-archives-gouvernement-francais-repond-mensonge-detat/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=affaire-sankara-interpelle-depute-a-propos-de-livraison-archives-gouvernement-francais-repond-mensonge-detat https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-interpelle-depute-a-propos-de-livraison-archives-gouvernement-francais-repond-mensonge-detat/?lang=de#respond Wed, 13 Dec 2023 13:01:26 +0000 https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-interpelle-depute-a-propos-de-livraison-archives-gouvernement-francais-repond-mensonge-detat/ PRESSEMITTEILUNG Am 28. November 2023 stellte der Abgeordnete Frédéric Maillot von der Insel Réunion eine Anfrage an die [französische] Regierung: “Wenn der französische Staat vertrauliche verteidigungsbezogene Dokumente freigegeben hat, warum wurden dann die Dokumente, die unter das nationale Verteidigungsgeheimnis fallen, nicht zurückgegeben?”[i] . (siehe https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-depute-frederic-maillot-interpelle-gouvernement-a-lassemblee-nationale/ ). Der für die Regierung mit der Beantwortung beauftragte stellvertretende […]

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PRESSEMITTEILUNG

Am 28. November 2023 stellte der Abgeordnete Frédéric Maillot von der Insel Réunion eine Anfrage an die [französische] Regierung: “Wenn der französische Staat vertrauliche verteidigungsbezogene Dokumente freigegeben hat, warum wurden dann die Dokumente, die unter das nationale Verteidigungsgeheimnis fallen, nicht zurückgegeben?”[i] . (siehe https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-depute-frederic-maillot-interpelle-gouvernement-a-lassemblee-nationale/ ).

Der für die Regierung mit der Beantwortung beauftragte stellvertretende Minister für  Außenhandel, Wirtschaftsförderung und Französ*innen im Ausland, Olivier Becht, erklärte daraufhin: “... Frankreich hat also die von Präsident Emmanuel Macron im November 2017 in Ouagadougou eingegangene Verpflichtung eingehalten, alle Dokumente zu übermitteln, alle Dokumente, die von den französischen Behörden während des Regimes von Sankara und nach seiner Ermordung erstellt wurden, das Versprechen wurde also eingehalten, die Dokumente wurden übermittelt“.

Wir konnten jedoch Anwält*innen der Nebenkläger*innen erreichen, die die Familien der Opfer vom 15. Oktober 1987 vertraten und die uns bestätigten, dass Frankreich keine GEHEIMEN VERTEIDIGUNGSDOKUMENTE, sondern nur VERTRAULICHE VERTEIDIGUNGSDOKUMENTE zur Verfügung gestellt hatte.

Zur Erinnerung weisen wir noch einmal auf die Zusage von Emmanuel Macron hin, die er am 29. November 2017 in Ouagadougou in Anwesenheit des damaligen burkinischen Präsidenten Roch Marc Christian Kaboré vor einem Studierendenhörsaal machte: “Ich habe die Entscheidung getroffen, dass alle Dokumente, die von französischen Behörden während des Sankara-Regimes und nach seiner Ermordung erstellt wurden, … die unter das nationale Geheimnis fallen, freigegeben und als Antwort auf die Anfragen der burkinischen Justiz konsultiert werden können”.

Es wurde vermieden, auf die vom Abgeordneten gegebene Präzisierung einzugehen, und sich mit einer Antwort begnügt, die sich als eine weitere Staatslüge herausstellt, wie es die französischen Behörden jedes Mal wiederholen, um Zeit zu gewinnen, wenn sie versprechen, geheime Verteidigungsdokumente herauszugeben, weil sie von einer*m Richter*in oder den Familien der Opfer gedrängt werden. In Wirklichkeit hebt Frankreich so gut wie nie die Geheimhaltung von geheimen Verteidigungsdokumenten auf. Im Fall Sankara tat es dies nicht, sondern gab lediglich vertrauliche Verteidigungsdokumente frei.

Die Methode besteht darin, Versprechungen zu machen, um die Forderung des Moments zu erfüllen, sogar in Anwesenheit des direkt betroffenen Staatschefs, und dann nichts zu tun, um die Verpflichtungen einzuhalten. Sie spiegelt die tiefe Verachtung wider, die Emmanuel Macron und die französischen Behörden gegenüber ihren afrikanischen Amtskollegen, der afrikanischen Bevölkerung und den Familien der Opfer der Ermordung von Thomas Sankara und seinen 12 Gefährten am 15. Oktober 1987 an den Tag legen. Eine Haltung, für die Frankreich in der Subregion sehr teuer bezahlt hat, wie man in der letzten Zeit feststellen kann.

Wir protestieren scharf gegen diese neue Staatslüge bezüglich des Verteidigungsgeheimnis, dessen Dokumente wieder einmal nicht freigegeben wurden. Es wurden nur die vertraulichen Verteidigungsdokumente freigegeben, deren Geheimhaltungsgrad niedriger ist.

Wir rufen die Abgeordneten des französischen Parlaments auf, diese Missachtung zurückzuweisen, von Präsident Emmanuel Macron die Einhaltung des gegebenen Wortes zu fordern und ihre Solidarität mit den Familien der Opfer vom 15. Oktober 1987 auszudrücken, die seit viel zu vielen Jahren für die Wahrheit kämpfen.

Die Lügen und das Zaudern der französischen Behörden im Zusammenhang mit der Übergabe der deklassifizierten Archive im Fall Sankara verstärken nur den Verdacht, dass die französische Regierung eine Rolle bei der Beteiligung Frankreichs an der Verschwörung zur Ermordung Thomas Sankaras gespielt haben könnte.

Frankreich muss sein Versprechen einhalten und alle geheimen Verteidigungsdokumente im Zusammenhang mit dem Mord an Sankara und seinen Gefährten freigeben und sie der burkinischen Justiz übergeben!

Erstellt in Paris, Ouagadougou, Ottawa, Bamako, Las Palmas de Gran Canaria, Toulouse, Rom, Dakar, Turin, Ajaccio, Banfora, Bobo Dioulasso, Niamey, Brüssel, Lüttich, Barcelona, Berlin, Basel am 12. Dezember 2023.

 Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Thomas Sankara Gerechtigkeit für Afrika

Kontakt: contactjusticepoursankara@gmail.com

[i] An dieser Stelle ist es angebracht, einige Präzisierungen vorzunehmen. Bis 2021 gab es drei Geheimhaltungsstufen: vertraulich, geheim und sehr geheim.  Durch eine Reform im Juli 2021 wurden die ersten beiden zu secret defense zusammengefasst (siehe https://www.sgdsn.gouv.fr/nos-missions/proteger/proteger-le-secret-de-la-defense-nationale/reforme-de-la-protection-du-secret).

Nun wurde das dritte Paket der von den französischen Behörden bereitgestellten Dokumente der burkinischen Justiz im April 2021 übergeben, also vor der Reform klassifiziert. Das heißt, zum Zeitpunkt der Übergabe war die Einstufung in drei Geheimhaltungsstufen bereits im Gange. Der Begriff Staatsgeheimnis bezeichnete damals alle drei Geheimhaltungsstufen.

 

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Die Familie Sankara wird nicht an der Beerdigung teilnehmen, sollte sie im Conseil de l‘Entente stattfinden https://www.thomassankara.net/die-familie-sankara-wird-nicht-an-der-beerdigung-teilnehmen-sollte-sie-im-conseil-de-lentente-stattfinden/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-familie-sankara-wird-nicht-an-der-beerdigung-teilnehmen-sollte-sie-im-conseil-de-lentente-stattfinden https://www.thomassankara.net/die-familie-sankara-wird-nicht-an-der-beerdigung-teilnehmen-sollte-sie-im-conseil-de-lentente-stattfinden/?lang=de#respond Wed, 08 Feb 2023 14:55:07 +0000 https://www.thomassankara.net/?p=247380 Pressemitteilung In unserem Schreiben vom 27. Januar 2023, das auf die verschiedenen Treffen folgte, die im Zusammenhang mit der Beisetzung der sterblichen Überreste von Präsident Thomas Sankara und seinen zwölf Mitstreitern initiiert worden waren (die auf Beschluss des Untersuchungsrichters vom 25. Mai 2015 exhumiert wurden), äußerten wir unseren Wunsch, dass die sterblichen Überreste von Thomas […]

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Pressemitteilung

In unserem Schreiben vom 27. Januar 2023, das auf die verschiedenen Treffen folgte, die im Zusammenhang mit der Beisetzung der sterblichen Überreste von Präsident Thomas Sankara und seinen zwölf Mitstreitern initiiert worden waren (die auf Beschluss des Untersuchungsrichters vom 25. Mai 2015 exhumiert wurden), äußerten wir unseren Wunsch, dass die sterblichen Überreste von Thomas Sankara an einem anderen Ort als dem Conseil de l’Entente zur letzten Ruhe gebettet werden.

Dies geschah aus bestimmten Gründen, auf die wir den mit der Durchführung der Bestattung beauftragten Oberst der Garnison Coulibaly Sibiri wiederholt hingewiesen hatten.

Wir waren und sind nämlich der Ansicht, dass es von grundlegender Bedeutung ist, einen Raum zu finden, der es ermöglicht, die Menschen zusammenzuführen und die Herzen zu besänftigen, und nicht zu spalten und den Groll zu verstärken.

Der Conseil de l’Entente ist aufgrund der Schwere der Last, die er birgt, ein ungeeigneter Ort der Besinnung.

Wir sind daher überrascht, in einer Mitteilung vom 3. Februar 2023 vom Ministerium für Kommunikation, Kultur, Kunst und Tourismus, dem Sprachrohr der Regierung, zu erfahren, dass entschieden wurde, die Beisetzung der sterblichen Überreste an diesem konfliktträchtigen und polemischen Ort vorzunehmen, wir zitieren: “… diese Entscheidung ist das Ergebnis von Beratungen innerhalb der Streitkräfte (insbesondere des Büro der Garnison von Ouagadougou und der Militärjustiz), die auf die Familien der Opfer, die Stadtverwaltung von Ouagadougou, die traditionellen und religiösen Autoritäten sowie das Internationale Komitee des Mémorial Thomas Sankara ausgeweitet wurden.”

Unsere oben genannten Gründe wurden jedoch mehrfach deutlich hervorgehoben, und zwar bereits seit den allerersten Ideen, die das Mémorial Thomas Sankara vor einigen Jahren bezüglich einer möglichen Überführung der Überreste von Thomas Sankara in den Conseil de l’Entente vorgebracht hat.

Wir haben uns mehrfach zu dieser Frage geäußert und darauf bestanden, dass der Conseil de l’Entente als Gedenkstätte erhalten bleiben sollte, um die wichtigsten Ereignisse des makabren Tages vom 15. Oktober 1987 zu rekonstruieren, damit sie für die heutigen und zukünftigen Generationen nicht ausgelöscht werden.

Wir sind empfänglich für die Achtung, die das burkinische Volk diesem Gedenken durch all diese Demonstrationen von Sympathie, der Bewahrung der Geschichte und des Gedächtnisses unseres Landes entgegenbringt.

Wir sind auch empfänglich für die Tatsache, dass seine Waffengefährten durch die militärischen Institutionen, die administrativen, religiösen und traditionellen Autoritäten für die Feier seiner Helden mobilisiert werden. Unser verstorbener Sohn, Ehemann, Vater, Bruder für die einen, Onkel, Cousin, Kamerad oder Freund für die anderen, ist gewiss ein Nationalheld. Dasselbe gilt für seine zwölf Genossen, die mit ihm gefallen sind und deren tragisches Schicksal eng mit seiner Geschichte verknüpft ist.

Die Morde vom 15. Oktober bleiben ein einzigartiger Moment in der jüngeren Geschichte unserer Nation.

Rund 30 Jahre später folgte ein aufsehenerregender Prozess von nationaler und internationaler Tragweite, der die Frage der Straflosigkeit in Afrika entscheidend beeinflusste und die Herausforderungen einer Möglichkeit von Gerechtigkeit aufzeigte.

Wir halten es für wesentlich, dass die Veranstaltungen, die diesen Zyklus begleiten, in gutem Einvernehmen und in Absprache miteinander stattfinden.

Sich die Zeit für die Organisation zu nehmen, ist vor allem in diesem entscheidenden Moment unserer Geschichte notwendig, in dem die mobilisierten Kräfte auf den Kampf zur Wahrung des Zusammenhalts des nationalen Territoriums gerichtet sind.

Dies ist der Moment, in dem es wünschenswert ist, dass die letzte Beisetzung von Präsident Thomas Sankara einvernehmlich und in Ruhe erfolgt, da unsere Freunde in ganz Afrika und der Welt auf uns schauen und sich von dieser Beerdigung, die ein Höhepunkt unserer Geschichte ist, betroffen fühlen.

Die Stellungnahmen der Beauftragten für die Organisation der Beisetzung stiften derzeit Verwirrung und Unruhe , und das zu einem Zeitpunkt, an dem unser Land mehr denn je seine Kinder zusammenbringen muss.

 

Mit diesen Worten nehmen wir die nationale und internationale Öffentlichkeit als Zeugen dafür, dass uns der Ort, an dem die sterblichen Überreste von Thomas Sankara beigesetzt werden sollen, ohne weitere einvernehmliche Diskussion aufgezwungen wurde.

Aus diesem Grund bedauern wir, mitteilen zu müssen, dass wir uns nicht an der Organisation der Zeremonien beteiligen und nicht bei den Beerdigungen anwesend sein werden.

Dennoch wagen wir es, die Hoffnung nicht zu verlieren, dass in dieser Sache andere Perspektiven angeboten werden.

Ouagadougou, am 5. Februar 2023

Die Mitglieder der Familie des verstorbenen Thomas Sankara

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Lebenslang für Burkina Fasos Ex-Staatschef wegen Mordes an Vorgänger https://www.thomassankara.net/lebenslang-fuer-burkina-fasos-ex-staatschef-wegen-mordes-an-vorgaenger/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=lebenslang-fuer-burkina-fasos-ex-staatschef-wegen-mordes-an-vorgaenger https://www.thomassankara.net/lebenslang-fuer-burkina-fasos-ex-staatschef-wegen-mordes-an-vorgaenger/?lang=de#respond Mon, 25 Jul 2022 09:37:37 +0000 http://www.thomassankara.net/?p=246817 Blaise Compaorés ehemaliger Sicherheitschef Kafando sowie Armeeführer Diendéré erhielten ebenfalls lebenslange Haftstrafen 6. April 2022, 15:52 Ouagadougou – Wegen der Beteiligung an der Ermordung seines Vorgängers ist der ehemalige Präsident des westafrikanischen Krisenstaats Burkina Faso, Blaise Compaoré, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 71-Jährige wurde am Mittwoch von einem Militärgericht in der Hauptstadt Ougadougou schuldig […]

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Blaise Compaorés ehemaliger Sicherheitschef Kafando sowie Armeeführer Diendéré erhielten ebenfalls lebenslange Haftstrafen

Ouagadougou – Wegen der Beteiligung an der Ermordung seines Vorgängers ist der ehemalige Präsident des westafrikanischen Krisenstaats Burkina Faso, Blaise Compaoré, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 71-Jährige wurde am Mittwoch von einem Militärgericht in der Hauptstadt Ougadougou schuldig gesprochen. Sein Vorgänger Thomas Sankara, der auch “Afrikas Che Guevara” genannt wurde, war im Oktober 1987 bei einem Putsch unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen.

Der Staatsstreich brachte Compaoré für fast ein Vierteljahrhundert an die Macht. Das Gericht verurteilte den Ex-Präsidenten nun wegen Angriffs auf die Staatssicherheit, Verbergens einer Leiche und Mittäterschaft. Während seiner Amtszeit, die bis zu einem Volksaufstand 2014 dauerte, hatte Compaoré alle Untersuchungen zum Tod seines Vorgängers unterbunden.

Prozess nach dreieinhalb Jahrzehnten

Der Prozess wurde erst im vergangenen Oktober eröffnet, nach fast dreieinhalb Jahrzehnten. Das Urteil erging nun in Abwesenheit des ehemaligen Staatschefs: Compaoré lebt heute im Nachbarland Elfenbeinküste im Exil. Die Anklage hatte 30 Jahre Haft beantragt.

Mit Compaoré standen 13 weitere Angeklagte vor Gericht. Sein ehemaliger Sicherheitschef Hyacinthe Kafando sowie Armeeführer Gilbert Diendéré erhielten ebenfalls lebenslange Haftstrafen. (APA, 6.4.2022)

Von : https://www.derstandard.at/story/2000134731158/lebenslang-fuer-burkina-fasos-ex-staatschef-wegen-mordes-an-vorgaenger

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Historischer Mordprozess in Burkina Faso als Warnung an Afrikas Despoten https://www.thomassankara.net/historischer-mordprozess-in-burkina-faso-als-warnung-an-afrikas-despoten/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=historischer-mordprozess-in-burkina-faso-als-warnung-an-afrikas-despoten https://www.thomassankara.net/historischer-mordprozess-in-burkina-faso-als-warnung-an-afrikas-despoten/?lang=de#respond Mon, 25 Jul 2022 09:28:57 +0000 http://www.thomassankara.net/?p=246814 1987 wurde Thomas Sankara ermordet – der Präsident von Burkina Faso, der als Held der Postkolonialisten gilt und sich mit Frankreich anlegte. Aufgeklärt wurde das nie – bis jetzt Katrin Gänsler aus Ouagadougou12. Oktober 2021, 06:00 Das Konferenzzentrum im Stadtteil Ouaga 2000, in dem der Prozess des Jahres in Burkina Faso stattfindet, ist seit Montagfrüh […]

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1987 wurde Thomas Sankara ermordet – der Präsident von Burkina Faso, der als Held der Postkolonialisten gilt und sich mit Frankreich anlegte. Aufgeklärt wurde das nie – bis jetzt

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Pressemitteilung : Blaise Compaoré muss verhaftet werden, wenn er nach Burkina zurückkehrt https://www.thomassankara.net/communique-de-presse-blaise-compaore-etre-arrete-sil-rentre-burkina/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=communique-de-presse-blaise-compaore-etre-arrete-sil-rentre-burkina https://www.thomassankara.net/communique-de-presse-blaise-compaore-etre-arrete-sil-rentre-burkina/?lang=de#respond Wed, 06 Jul 2022 22:42:55 +0000 http://www.thomassankara.net/communique-de-presse-blaise-compaore-etre-arrete-sil-rentre-burkina/ Die Informationen erreichten uns in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli. Blaise Compaoré soll sich auf einen Aufenthalt in Burkina vorbereiten, um Gespräche über eine “Versöhnung” zu führen. Knapp drei Monate nachdem Blaise Compaoré wegen der Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, bereitet die aus einem Militärputsch […]

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Die Informationen erreichten uns in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli. Blaise Compaoré soll sich auf einen Aufenthalt in Burkina vorbereiten, um Gespräche über eine “Versöhnung” zu führen.

Knapp drei Monate nachdem Blaise Compaoré wegen der Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, bereitet die aus einem Militärputsch hervorgegangene Macht, deren Legitimität fragil erscheint, eine Amnestie vor. Damit zeigt sie deutlich ihre Verachtung für die Justiz ihres Landes und folgt Blaise Compaoré, der sich geweigert hatte, während des Prozesses zu erscheinen.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Djibril Bassolé, der wegen des Putsches gegen die Transition im September 2015 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, eine intensive diplomatische Kampagne im Dienste von Blaise Compaoré führte, obwohl er aus gesundheitlichen Gründen nach Frankreich evakuiert worden war.

Diese Macht führt uns in die dunkelsten Zeiten der Straflosigkeit zurück. Viele Wirtschaftsver-brechen, Folterungen und Morde bleiben im Land ungestraft, was den Niedergang, in dem Burkina versinkt, weitgehend erklärt.

Die Bevölkerung hatte den Militärs bei ihrer Machtübernahme im Januar weitgehend ihre Sympathie bekundet. Sie hoffte, dass sie schnell Erfolge gegen die verschiedenen bewaffneten Gruppen erzielen würden, die in weiten Teilen des Landes für Unsicherheit sorgen.

Da sie nicht in der Lage ist, den Trend umzukehren, scheint sich diese Militärs eher für die Wiederherstellung der alten Ordnung aus der Zeit als Blaise Compaoré an der Macht  war einzusetzen. An dieser Stelle verweisen wir auf die lange Liste der Verbrechen an denen Blaise Compaoré beteiligt war: Illegaler Handel aller Art, Komplizenschaft bei Ausschreitungen oder Kriegen in Liberia, Sierra Leone und der Elfenbeinküste,  Unterlaufen von Embargos, insbesondere  für den Krieg führenden Jonas Savimbi in Angola etc.

Um diese neue Schandtat  zu verhindern, rufen wir die demokratischen, gerechtigkeitsliebenden Kräfte in Burkina und anderswo in der Welt zu massiven Protesten auf.  Wir fordern die burkinische Justiz, die von der politischen Macht unabhängig ist, auf,  ihre richterliche Entscheidung umzusetzen und ihn bei seiner Ankunft auf burkinischem Boden  verhaften zu lassen.

Wir fordern den Internationalen Strafgerichtshof nachdrücklich auf, ein Verfahren gegen Blaise Compaoré wegen seiner aktiven Mitschuld an den zahlreichen Verbrechen in den Nachbarländern, die bis heute ungestraft geblieben sind, einzuleiten.

Angesichts der diplomatischen Aktivitäten von Djibril Bassolé in verschiedenen  Ländern, die belegen dass seine Gesundheit  es  ihm erlaubt,  fordern wir, dass er zur Verbüßung seiner Strafe  umgehend in ein Gefängnis in Burkina eingewiesen wird.

Geschehen zu Ouagadougou, Montpellier, Sabadel (Katalonien), Paris, Bobo Dioulasso, Toronto, Nïmes, Barcelona, Ottawa, Albany, New YORK, Banfora, Turin, Ajaccio, Las Palmas, Agadir, Marseille, Niamey, Basel, Bamako, Grenoble, Oxford, Dakar, München, Bruxelles, Liège, Berlin am 6. Juli 2022.

Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Sankara Gerechtigkeit für Afrika

Unterstützt von Alternative Espaces Citoyens (Niger), Forum Civique Bamako (Mali), REPADD Niger (Panafrikanisches Netzwerk für Frieden , Demokratie und Entwicklung, Arbeitsgruppe Panafrikanismus München (Deutschland), CADTM (Komitee zur Abschaffung der illegitimen Schulden), SURVIE (Frankreich), Per a Pace (Korsika), FuturAfrik (Deutschland)

Kontakt: contactjusticepoursankara@gmail.com

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Pressemitteilung : Fall Sankara und Gefährten. Ein heilsamer Prozess, der zu Ende geführt wurde. Doch der Kampf um die Wahrheit geht weiter https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-compagnons-proces-salutaire-mene-a-terme-combat-verite-continue/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=affaire-sankara-compagnons-proces-salutaire-mene-a-terme-combat-verite-continue https://www.thomassankara.net/affaire-sankara-compagnons-proces-salutaire-mene-a-terme-combat-verite-continue/?lang=de#respond Fri, 08 Apr 2022 08:32:11 +0000 http://www.thomassankara.net/affaire-sankara-compagnons-proces-salutaire-mene-a-terme-combat-verite-continue/ Mit großer Genugtuung nehmen wir das Ende dieses historischen ersten Prozesses zur Kenntnis, in dem die Herren Blaise Compaoré, Gilbert Diendéré und Hyancinthe Kafando zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Aber auch wenn der Großteil der nationalen Verschwörung durch die sechs (06) Monate dauernde Verhandlung entwirrt werden konnte, geht der Kampf um die Wahrheit über die […]

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Mit großer Genugtuung nehmen wir das Ende dieses historischen ersten Prozesses zur Kenntnis, in dem die Herren Blaise Compaoré, Gilbert Diendéré und Hyancinthe Kafando zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Aber auch wenn der Großteil der nationalen Verschwörung durch die sechs (06) Monate dauernde Verhandlung entwirrt werden konnte, geht der Kampf um die Wahrheit über die internationale Verschwörung weiter.

Durch verschiedenste Manöver wurde versucht, die Justiz zu behindern, allen voran :

  • die Blockade aller Gerichtsverfahren unter dem Regime von Blaise Compaoré ;
  • die Kehrtwende des UN-Menschenrechtsausschusses im Jahr 2008, der die Tatsache verschwieg, dass er zwei (02) Jahre zuvor eine Untersuchung gefordert hatte;
  • die Exfiltration von Blaise Compaoré durch französische Spezialeinheiten nach dem Aufstand von 2014, der sich der Justiz seines Landes entzogen hatte;
  • die Langsamkeit der französischen Behörden, die sich in Wirklichkeit weigern, die “geheimen Verteidigungsdokumente” (documents secret défense) zu liefern, obwohl sie von Präsident Emmanuel Macron im November 2017 in Ouagadougou versprochen wurden;
  • der letzte Versuch von Strafverteidigern, das Verfahren nach dem Staatsstreich im Januar 2022 zu unterbrechen.

Wie bereits erwähnt, stellt allein die Tatsache, dass dieser Prozess überhaupt stattfindet, einen Sieg dar. Der erfolgreiche Abschluss dieses Prozesses ist, daran muss erinnert werden, das Ergebnis eines jahrelangen zivilgesellschaftlichen Engagements und einer internationalen Mobilisierung, das durch den großartigen Aufstand in Burkina Faso im Oktober 2014 vollendet wurde. Es ist auch eine Demonstration der Bedeutung der lokalen und der globalen Solidarität und dem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit.

Wir danken den vielen Menschen auf der ganzen Welt, die sich an den Kampagnen für Gerechtigkeit beteiligt haben. Darunter findet man auch unser internationales Netzwerk : Gerechtigkeit für Sankara ; Gerechtigkeit für Afrika, das seit 2008 unermüdlich agiert, warnt und informiert.

Fast sechs (06) Monate Prozessdauer in einem vom Krieg gebeutelten Land sind eine echte Herausforderung. Wir möchten die Arbeit der Anwälte der Nebenklage und einiger Verteidiger würdigen, die sich ihrer Rolle bewusst waren, sowie das Engagement des Untersuchungsrichters François Yaméogo, der seine Ermittlungen mit Strenge und Konsequenz durchführte.

Wir möchten auch Mariam Sankara für ihren Mut, ihre Würde und ihre Hartnäckigkeit während des langen Kampfes, den sie geführt hat, sowie die Brüder und Schwestern, die in Burkina die Manipulationsversuche des Regimes von Blaise Compaoré vereitelt haben, grüßen.

In diesen Augenblicken sind unsere Gedanken auch bei den verschiedenen Familien der Opfer, den Familien von Thomas Sankara, Bonaventure Compaoré, Christophe Saba, Frédéric Kiemdé, Patrice Zagré, Paulin Babou Bamouni, Abdoulaye Gouem, Emmanuel Bationo, Hamado Sawadogo, Noufou Sawadogo, Wallilaye Ouédraogo, Paténéma Soré und Der Somda, in der Hoffnung, dass die ausgesprochenen Urteile ihren Schmerz teilweise lindern können und es jeder Familie ermöglichen, endlich zu trauern.

Wir können nur bedauern, dass Blaise Compaoré und Hyacinthe Kafando, der Anführer des Kommandos, nicht anwesend sind. Wir fordern, dass die Elfenbeinküste ihre Auslieferung veranlasst. Sie haben sich für die Flucht entschieden, anstatt zu kommen, um sich zu erklären und zu verteidigen.

Leider zeigte die Kehrtwende einiger Zeugen gegenüber ihren Aussagen bei der Vernehmung, dass die Angst noch nicht verschwunden war. Im Wesentlichen haben die Ermittlungen und der Prozess jedoch dazu beigetragen, die Fäden des Komplotts zu entwirren, zumindest was den nationalen Teil betrifft. Es steht fest, dass das Kommando am 15. Oktober vom Haus von Blaise Compaoré ausging. Thomas Sankara und seine Mitarbeiter wurden ohne Vorwarnung getötet, ebenso die Wachen und Gendarmen, die an diesem Tag vor Ort waren. Leutnant Koama, ein enger Vertrauter von Thomas Sankara, der am ehesten in der Lage gewesen wäre, zu seiner Verteidigung einzugreifen, war kurz zuvor ermordet worden. Gilbert Diendéré, der vor Ort war, gab Befehle, Gruppen von Soldaten zu schicken, um die Stadt zu sichern und die Kontrolle über die Garnisonen zu übernehmen, die hätten reagieren können.

Dieser Kampf ist jedoch noch nicht beendet. Der französische Staat hat seine “geheimen Verteidigungsdokumente” immer noch nicht wirklich zur Verfügung gestellt. Wir werden weiterhin Druck ausüben, damit das Versprechen, das Präsident Macron im November 2017 in Ouagadougou gegeben hat, eingehalten wird.

Wir rufen alle gerechtigkeitsliebenden demokratischen Kräfte in Frankreich, den Vereinigten Staaten, der Elfenbeinküste, Togo, Libyen, Liberia und Sierra Leone auf, bei ihren jeweiligen Regierungen zu intervenieren, damit sie aufrichtig mit der burkinischen Justiz zusammenarbeiten. Der Fall “Sankara und Gefährten” ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen im internationalen Teil müssen fortgesetzt werden. Unser Netzwerk wird weiterhin mobilisiert bleiben.

Dieser text entstand in Ouagadougou, Banfora, Bobo Dioulasso, Ottawa, Nîmes, Niamey, Montpellier, Berlin, Dakar, Sabadel, Barcelona, Marseille, Ajaccio, Toulouse, Las Palmas, Turin, Rom, Toronto, Albany, New York zwischen dem 6. und dem 8. April 2022.

Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Sankara – Gerechtigkeit für Afrika

Kontakt : contactjusticepoursankara@gmail.com

Unter http://www.thomassankara.net/tribune-insupportable-lusage-extensif-devoye-secret-defense-bloque-enquetes-judiciaires/ finden Sie eine Mitteilung des Kollektivs secret défense un enjeu démocratique, dem unser Netzwerk angehört, die sich an die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 10. April in Frankreich richtete.

 

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Der Prozess zur Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten muss unverzüglich wieder aufgenommen werden https://www.thomassankara.net/proces-de-lassassinat-de-thomas-sankara-de-compagnons-reprendre-tarder/?lang=de&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=proces-de-lassassinat-de-thomas-sankara-de-compagnons-reprendre-tarder https://www.thomassankara.net/proces-de-lassassinat-de-thomas-sankara-de-compagnons-reprendre-tarder/?lang=de#respond Wed, 26 Jan 2022 18:27:20 +0000 http://www.thomassankara.net/proces-de-lassassinat-de-thomas-sankara-de-compagnons-reprendre-tarder/ Der Prozess zur Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten war in seine letzte Phase eingetreten. Nach Abschluss der Anhörungsphase sollten am Montag, den 23. Januar, die Plädoyers beginnen. Der Staatsstreich in Burkina Faso brachte den Prozess zum Stillstand. Zwar wurden die politischen Führer des Landes weggeputscht, doch die Justiz bleibt gemäß dem Grundsatz der […]

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Der Prozess zur Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten war in seine letzte Phase eingetreten. Nach Abschluss der Anhörungsphase sollten am Montag, den 23. Januar, die Plädoyers beginnen.

Der Staatsstreich in Burkina Faso brachte den Prozess zum Stillstand. Zwar wurden die politischen Führer des Landes weggeputscht, doch die Justiz bleibt gemäß dem Grundsatz der Unabhängigkeit der Gewalten im Amt.

Dieser Prozess wird nicht nur vom burkinischen Volk, sondern auch von Freunden Burkinas in der ganzen Welt mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Nicht nur, weil nach jahrzehntelangem Warten Gerechtigkeit hergestellt werden soll, sondern auch als Beweis für die Fähigkeit Burkinas, einen Prozess von solcher Tragweite zu gewährleisten. Thomas Sankara erscheint in der Tat immer mehr als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Die Fortsetzung des Prozesses würde zweifellos als starkes Zeichen für den Willen der Putschisten angesehen werden, Gerechtigkeit zu üben. Dies war eine der Hauptforderungen des burkinischen Volkes während des Aufstandes von 2014.

Daher fordern wir die neue Führung des Landes nachdrücklich auf, das Verfahren unverzüglich wieder aufzunehmen, damit der Prozess schnell abgeschlossen werden kann.

Bearbeitet in Ouagadougou, Niamey, Dakar, Ottawa,  Albany New York, Rome, Turin, Paris, Sabadel, Barcelone, Las Palmas, Bobo Dioulasso, Banfora,  Ajaccio, Marseille, Bagnolet, Nîmes, Montpellier, Carcasssonne, am 26. Januar 2022.

Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Sankara, Gerechtigkeit für Afrika

« Le réseau international justice pour Sankara, justice pour l’Afrique »

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